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Eine der frühesten Weinlesen der Rioja

Ernte 2006: Gute Qualität mit Ausbaupotenzial

von: Christoph Lindemann




Logrono/Mülheim. Schon in Frühjahr und Frühsommer hatten sich die Winzer der D.O.Ca Rioja wegen der hohen Temperaturen auf eine frühe Ernte eingestellt - und tatsächlich war die Weinlese 2006 bis Ende Oktober beendet.

 




Rioja-Weinlese 2006

 

Während des Wachstumszyklus' hatten größtenteils günstige klimatische Bedingungen geherrscht, sodass die Qualitätsaussichten für den Rioja-Jahrgang 2006 viel versprechend sind. Der Kontrollrat der D.O.Ca ist mit dem Ernteergebnis sehr zufrieden und erwartet Weine, die in Qualität und Ausbaupotenzial an die Vorjahre anschließen.

 

Im Vergleich zu den vorangegangenen beiden Jahren ist die Traubenmenge der Weinlese 2006 erwartungsgemäß zurückgegangen. Denn um die Qualität des angebauten Weins zu optimieren, hatte der Kontrollrat die zulässige Ertragsmenge für rote Trauben auf 6.500 und für weiße Trauben auf 9.000 Kilogramm pro Hektar festgelegt.

 

Nach 445 beziehungsweise 473 Millionen Kilogramm Trauben in 2004 und 2005 erreichte die Erntemenge daher mit 416 Millionen Kilogramm in diesem Jahr das kleinste Ernte-Resultat seit 2002. Von der Gesamtmenge sind 403,8 Millionen Kilogramm zur Vermarktung unter dem Gütesiegel D.O.Ca Rioja zugelassen. Wie jedes Jahr wurden auf Grund der strengen Qualitätskriterien einige Partien disqualifiziert.


Der Wachstumszyklus des Jahres 2006 war durch geringe Niederschläge geprägt. Die unterirdischen Wasservorräte des Winters ermöglichten allerdings ein gutes Rebenwachstum im Frühjahr und glichen die Trockenheit der Sommermonate aus. Zu Beginn der Lesezeit war der allgemeine Zustand der Reben hinsichtlich Gesundheit und Menge daher sehr gut.

 

Das positive Ergebnis führt der Kontrollrat vor allem auch auf die Fachkenntnis der Weinbauern zurück, die beispielsweise durch das Auslichten der Reben während der Reifung und die selektive, abgestufte Weinlese konsequent die am besten geeigneten Anbautechniken angewendet hatten.

 

Mit der diesjährigen Weinlese hat außerdem eine neue EDV- und Kommunikationstechnologie in die D.O.Ca Rioja Einzug gehalten: Die bisherigen Winzerpässe wurden durch eine Magnetkarte ersetzt. Für den Überwachungsprozess der Weinernte ist diese Neuerung ein großer Fortschritt.







 
 
   


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