Das Standardwerk zum deutschen Wein: Rund 6.000 Weine und 600 Erzeuger haben Eingang in diesen Weinführer gefunden ... Sämtliche Weine wurden vom Autor Gerhard Eichelmann selbst verkostet, in Worten beschrieben und nach einem international üblichen 100-Punkte System bewertet.
Buchbesprechung von Peter Frank:
Deutschlands Weine:
Unabhängig, kritisch und umfassend beurteilt
Gerhard Eichelmann stellt über 900 Weingüter und weit über 9000 Weine aus Deutschland vor
Gerhard Eichelmann hat es geschafft, er hat sich mit seinem Weinführer im kleinen Kreis der Weinkritiker etabliert. Er wird im gleichen Atemzug wie Gault Millau genannt und er hat sich neben dem seit über Jahrzehnten konkurrenzlosen Platzhirschen seinen Weg gebahnt. Mit Deutschlands Weine 2006 wurde ein weiteres umfangreiches Standardwerk geschaffen, das so manchen mit der Fülle der Informationen überfordern könnte.
Doch eines ist klar festzuhalten: Eichelmann ist unabhängig, äußerst kritisch und in seinem Urteil sicher und unfassend. Sicherlich gibt es keinen anderen verlässlicheren deutschen Weinführer, wie der vom Heidelberger Spezialisten. Weit über 9000 Weine von mehr als 900 Winzern verkostete und beurteilte er im aktualisierten Weinführer. Auf der ersten Seite verweist er auf einige Neuerungen: So ist der Jahrgang 2004 kein großer Jahrgang, doch gibt dieser Wein viel her und dazu noch für wenig Geld – im internationalen Vergleich.
Natürlich sind mehr Winzer und Weine hinzugekommen. Nun hat er sich eine Vertretung an Land gezogen: Der Autor und Journalist Wolfgang Fassbender hat für den Jahrgang 2004 der Region Mosel-Saar-Ruwer die redaktionelle Verantwortung übernommen. Weitere Novität ist die besondere Auflistung der neuen Weingüter und Aufsteiger im Kapitel "Deutsche Weinbauregionen". Außerdem sind die Bewertungen der letzten Jahre bei den deutschen Erzeugern als Ergänzung und besserer Ausrichtung hinzugekommen.
Die Ausgabe ist benutzerfreundlich und das Layout übersichtlich. Gleich auf den ersten Seiten sind die Weingüter des Jahres festgehalten. Danach folgt die Einführung in die 13 deutschen Anbaugebiete, die letzten Jahrgänge und eine ausführliche Beschreibung der Rebsorten. Alphabetisch folgen die deutschen Weinerzeuger mit ihren Weinen, kurzen Porträts und praktischen Hinweisen.
Entscheidend natürlich die Präsentation der Weine, sei es Die Geruchs- und Geschmackseindrücke, Bewertungen nach dem 100-Punkte System, Preisangaben und Hinweisen über Preis-Leistungs-Verhältnis. Gerhard Eichelmanns Deutschlands Weine 2006 ist ein Nachschlagewerk, das für den Weinprofi als auch dem Weinneuling ein unabdingbares Utensil ist.