EuropeWine.com - Sonntag, 5. Februar 2012
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Spanien

Spanien

Weinland Spanien

Spanien nimmt – wenn man als Maßstab die tatsächlich bepflanzte Rebfläche zugrunde legt – mit ca. 1,2 Millionen Hektar weltweit den Status als das größte Weinbauland ein. Betrachtet man die Zahlen dagegen aus der Sicht der weltweit produzierten Menge,  dann landet Spanien hinter Italien und Frankreich nur an dritter Stelle: Die weiträumigere Bestockung der Rebfläche und das überwiegend trockene Klima sorgen für eine natürliche Begrenzung in der Weinerzeugung, offizielle Stellen sprechen derzeit über eine durchschnittliche Gesamtproduktion von 35-40 Millionen Hektolitern (durchschnittlicher Hektarertrag von ca. 35 hl/ha).

Eine wesentliche Rolle für die Weinerzeugung in Spanien stellen die Kontrollbehörden dar, spanisch „Consejo Regulador“ genannt. Der Anbau, die Erzeugung und die Vermarktung der Weine einer einzelnen Herkunftsregion im Status einer Qualitätsweinregion (= D.O., Denominación de Origen) wird von dort aus gesteuert und überprüft. Als Steigerung gibt es seit 1991 als höchste Stufe die sogenannte D.O.C.(a) (= Denominación de Origen Calificada): Niedrigere Erträge und noch striktere Ausbauvorschriften zeichnet diese Klassifizierung aus, die bisher nur der Rioja und dem Priorato vorbehalten ist.

Unter der Bezeichnung Vino de Mesa (VdM, Tafelweine aus nicht klassifizierten Weinbergen/-regionen) und dem meist durch lokale Regeln festgelegten Vino de la Tierra (VdlT, Weine aus einem bestimmten, abgesteckten Gebiet) werden in Spanien vermehrt Weine erzeugt: Viele Winzer verzichten mittlerweile auf die klassische Herkunftsbezeichnung, um dafür bei der Weinbereitung mehr Freiheiten zu genießen.